Rudi Nierlich Gedächtnislauf

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Rudi Nierlich

Rudi Nierlich war quasi Legionär: Geboren im oberösterreichischen St. Wolfgang startete er für den Wintersportverein St. Wolfgang, der dem Salzburger Landesskiverband angehörte. Seine Erfolge fuhr er also für Salzburg ein, obwohl er immer in St. Wolfgang wohnte.

1983 gewann er die Salzburger Landesmeisterschaften in der Abfahrt und im Riesenslalom. International trat er das erste Mal am 4. März 1984 in Erscheinung, als er in Sugar Loaf (USA) Junioren-Weltmeister im Riesenslalom wurde. Ein dreiviertel Jahr später folgte der erste Einsatz im Weltcup: Platz 15 in der Kombination von Madonna di Campiglio (ITA).

Die Saisonen 1985 und 1986 verbrachte er mit durchschlagendem Erfolg im Europacup, in dem er einmal die Gesamtwertung und in beiden Jahren die RTL Wertung gewann. Im Winter 1987 kehrte er in den Weltcup zurück und konnte mit Platz drei im RTL von Sarajevo am 22. März 1987 seinen ersten Podestplatz verbuchen. Sein erster Sieg folgte am 30. Jänner 1988 vor heimischem Publikum in Schladming.

Insgesamt stand Nierlich in seiner Kabsrriere 23 Mal auf dem Podium eines Weltcup-Rennens, acht Mal als Sieger. In seiner erfolgreichsten Weltcupsaison, die auch die letzte werden sollte, wurde der reine Slalom- und Riesenslalom-Läufer Nierlich Dritter im Gesamtweltcup und Slalomweltcup, sowie Zweiter hinter Alberto Tomba im RTL-Weltcup.

Seine letzten acht Weltcup-Rennen beendete er alle auf dem Podest, darunter sein letzter Sieg am 10. März 1991 im Slalom Aspen (USA). Zum Saisonausklang in Waterville Valley (USA) belegte er am 23. März 1991 Platz zwei im Slalom, zwei Tage zuvor Platz drei im Riesentorlauf.

Bei vier WM-Starts holte Rudi Nierlich dreimal Gold. Lediglich in Crans Montana (SWI) 1987 ging er mit Platz 7 im Super-G leer aus. Am 9. Februar 1989 krönte er sich in Vail (USA) zum Riesenslalom Weltmeister, drei Tage später auch zum Slalom Weltmeister. Den Titel des RTL Weltmeisters konnte er am 3. Februar 1991 bei der Heim-WM in Saalbach-Hinterglemm auf dramatisch Weise verteidigen: Wenige Tore vor dem Ziel lag er nach einem Innenskifehler bereits "auf dem Hintern", konnte sich aber artistisch hochretten und den Vorsprung ins Ziel bringen.

Seinen einzigen Olympiaeinsatz beendete Nierlich 1988 in Calgary (CAN) auf Rang 5.

Rudi Nierlich verunglückte kurz nach seiner besten Saison am 18. Mai 1991 in St. Wolfgang, als er mit seinem Auto von der Straße abkam.

 

Bisherige Sieger des Rudi Nierlich Gedächtnislaufes

1993 Thomas Sykora
1994 Siegfried Voglreiter
1995 Siegfried Voglreiter
1996 Christian Reiter
1998 Robert Pessentheiner
1999 Markus Kirchner
2001 Mario Garstenauer
2004 Otto Unterkofler
2005 Manfred Gstatter
2007 Manuel Happacher